Was haben Spammer nicht alles für Probleme. Sie kommen schwer irgendwo rein und wenn doch, dann fliegen sie superschnell wieder raus. Sie müssen sich mit Tausenden von eMail-Adressen rumschlagen. Keiner will was mit Spammern zu tun haben. Spammer werden einfach nicht geliebt.

Um das Leben dieser Jungs noch schwieriger zu machen, hat irgendwann irgendwer Captchas erfunden. Ob kaum lesbare Grafiken oder Matheaufgaben: Jeder, der schon irgendwo mal einen Eintrag hinterlassen hat, kennt diese nützlichen aber nervigen Dinger.

Eine witzige Idee in diesem Zusammenhang ist:
Wir basteln uns ein Feld, welches wir via CSS (Cascading Style Sheets) verstecken.

bspw.:
<input class="feld" name="wichtig" size="25" type="text" />

mit

.feld { display:none;} oder
.feld { visibility:hidden;} oder
.feld { text-indent:-9250px;}

verstecken wir dann alles …

Jeder mit einem „normalen“ Browser sieht das Feld nicht und wird dementsprechend auch nix eintragen. Ist dann doch was eingetragen, kann die Falle zuschnappen. Ein SPAMbot.

Ist allerdings mehr ne Idee als wirklich praktisch einsetzbar. Es gibt zuviele Fallstricke. User mit abgeschaltetem CSS. Blinde, die eine Braillezeile nutzen ect.

Mehr unter anderem hier http://www.puzich.com und hier http://www.google.de

Aber zurück zu den Captchas. Was macht nun ein Spammer, der automatisiert Eintragungen vornehmen will? Geht nicht? Na wie auch, die Dinger sind ja gerade so gestaltet, dass eine Maschine sie selbst mit dem ausgeklügelsten Algorithmus nicht lösen kann. Toll. Also keine Chance? Naja, ganz so ist’s nicht. Was eine Maschine nicht kann, können Inder schon lange.

Inside India’s CAPTCHA solving economy

Berufsbild: Captchaknacker (ja so ähnlich wie Panzerknacker)
Ausbildungszeit: relativ kurz
Einstiegsgehalt: 2$ für 1000 Captchas

Wer den englischen Beitrag nicht übersetzen kann oder will:
Laut dem Artikel sitzen in Indien viele Jungs an ihren PC’s und knacken beruflich Captchas. Unvorstellbar. Das Ganze erinnert an die WoW Farmer,2 die als Gold- und andere Rohstoffproduzenten tätig sind. Was unterschiedliche Lebensstandards und die Computerwelt nicht alles für merkwürdige Berufbilder entstehen lassen.

Uns geht es echt zu gut.

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Lesenswert!

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