Eine solche Widerrufsbelehrung könnte zum Beispiel wie folgt lauten:

 

Widerrufsbelehrung

Widerrufsrecht: Der Käufer kann seine Vertragserklärung innerhalb von zwei Wochen ohne Angabe von Gründen in Textform (z. B. E-Mail, Brief, Fax) oder durch Rücksendung der Ware widerrufen.

Die Frist beginnt nach Erhalt dieser Belehrung in Textform, jedoch nicht vor Eingang der Ware beim Käufer (und auch nicht vor Erfüllung der Informationspflichten durch den Verkäufer gem. § 312 c II BGB i.V.m. § 1 I, II, IV BGB-InfoV und § 312 e I 1 BGB i.V.m. § 3 BGB-InfoV.)

Zur Wahrung der Widerrufsfrist genügt die rechtzeitige Absendung eines Widerrufs oder der Ware. Der Widerruf ist zu richten an: …

Widerrufsfolgen: Im Falle eines wirksamen Widerrufs sind die beiderseits empfangenen Leistungen zurückzugewähren und ggf. gezogene Nutzungen (wie Zinsen) herauszugeben.

Wird die empfangene Leistung ganz oder teilweise nicht oder nur in verschlechtertem Zustand zurückgewährt, hat der Käufer insoweit Wertersatz zu leisten. Dies gilt nicht, wenn die Verschlechterung der Ware ausschließlich auf deren Prüfung – wie sie z. B. im Ladengeschäft möglich ist – zurückzuführen ist.

Paketversandfähige Waren sind auf Gefahr des Verkäufers zurückzusenden. Der Käufer hat die Kosten der Rücksendung zu tragen, wenn die gelieferte Ware der bestellten Ware entspricht und der Preis der zurückzusendenden Ware einen Betrag von 40,00 € nicht übersteigt (oder wenn bei einem höheren Preis der Ware zum Zeitpunkt des Widerrufs die Gegenleistung oder eine vertraglich vereinbarte Teilzahlung noch nicht erbracht wurde). Anderenfalls ist die Rücksendung für den Käufer kostenfrei. Nicht paketversandfähige Waren werden abgeholt.

Verpflichtungen zur Erstattung von Zahlungen müssen innerhalb von 30 Tagen erfüllt werden. Die Frist beginnt mit der Absendung der Widerrufserklärung oder der Ware, für den Verkäufer beginnt sie mit deren Empfang.

Ende der Widerrufsbelehrung

schreiberling

veröffentlicht von schreiberling

2 Kommentare

  1. schreiberling

    Hab mal kurz reingeschaut und würde mich persönlich freuen, wenn bei solchen Beispielen erwähnt wird, wie der Verfasser auf solche Formulierungen kommt. Nur zur Rechtssicherheit der Leser und potentiellen Verwender. So könnte sie auch besser an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden.

    Muster für die Widerrufsbelehrung (die auch in diesem Fall verwendet wurde)
    Anlage 2 zu § 14 Abs. 1 und 3 BGB-InfoV

  2. schreiberling

    Stimmt. Es handelt sich jedoch lediglich um einen unverbindlichen Formulierungsvorschlag, der auf dem ebenfalls unverbindlichen Muster des Gesetzgebers in Anlage 2 zu § 14 I, III BGB-InfoV beruht. Also: Alles unverbindlich.

    Danke für den sachlichen Kommentar, Robert!

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