[Trigami-Review]

Fonic

Fonic

Vor mir liegt ein nagelneuer Palm Pre und wartet nur darauf, rezensiert zu werden. Ein hübsches kleines Ding, aber immer schön der Reihe nach. Ich hatte kurz überlegt, ob ich auch eines dieser ach so beliebten Unboxing Videos aufnehme. Weil ich mir aber sicher bin, dass es auch für den Palm Pre bereits derartige Videos gibt und mir das Ganze doch etwas übertrieben scheint, habe ich dann darauf verzichtet. Nichtsdestotrotz, der Palm Pre kommt in einer modernen und vielversprechenden Verpackung daher. Endlich mal nicht so ein fies eingeschweißtes Teil. Einfach den Deckel abnehmen und schon lacht einem der Palm entgegen. Unter dem Gerät befindet sich auch gleich eine Kurzanleitung mit niedlichem Eselsohr und hübschen Bändchen.

Palm Pre Verpackung

Palm Pre Verpackung

Fonic liefert ja standardmäßig eine Sim Karte mit. Wenn Ihr nicht irgendwie anderweitig versorgt seid, gilt es, diese erst einmal online oder telefonisch zu aktivieren. Genug Zeit, um schon einmal ein wenig in der kleinen Anleitung zu schmökern und den Palm Pre und das restliche Zubehör zu begutachten. Die kleine Anleitung hat man schnell durch, denn sie ist leicht verständlich, übersichtlich und eben … ähm, klein. Unterhalb dieses ersten Leitfadens findet ihr einen USB Ladeadapter inkl. USB Kabel, eine kleine Tasche für den Palm Pre und ein Paar Kopfhörer.

Palm Pre Anleitung

Palm Pre Anleitung

Das Gehäuse des Palm Pre ist aus Plastik, was dem Aussehen des Gerätes aber nicht schadet. Um an die kleine Tastatur des Pre zu gelangen, schiebt man die vordere Seite mit einem leichten Daumendruck nach oben. Dieser Mechanismus wirkt ein bisschen verspielt, aber scheint dennoch stabil. Möchte man an den Akku oder die SIM Karte kommen, so sollte man sich ein paar Tage die Fingernägel wachsen lassen. Das Öffnen der Rückseite und des USB Anschlusses gestaltet sich bei den ersten Versuchen recht schwierig, denn man möchte ja nichts kaputt machen. Nach einigen Malen klappt es dann deutlich besser. Übung macht den Meister. Die lang gewachsenen Fingernägel schaden auch nicht beim Tippen auf den unglaublich kleinen Tasten der Tastatur. Die in anderen Berichten als scharf bezeichnete Kante am unteren Rand empfand ich überhaupt nicht als störend. Schneiden kann man damit definitiv nichts. Blogeinträge oder andere Artikel wird man auf der kleinen Eingabefläche ohnehin nicht verfassen. Hinten im Palm gibt es einen Spiegel, damit Ihr kontrollieren könnt, ob Euer Haar auch zu den neuen Fingernägeln passt.

Palm Pre

Palm Pre

Wenn die Simkarte erstmal ordnungsgemäß sitzt und die Aktivierung erfolgreich war, kann man ihn anschmeißen, den großartigen, kleinen Taschencomputer, das coole neue Handy. Der Palm Pre bootet relativ lange. Am kleinen blinkenden Palm Logo erkennt man seinen Herzschlag. Er lebt! Ein paar wenige Einstellungen, ein paar Bedingungen akzeptiert und schon kann es losgehen. Ein kleines Tutorial erklärt die ersten Gesten, denn der Palm wird zum größten Teil über Fingerbewegungen gesteuert. Der Touchscreen und die Eingabeleiste darunter reagieren verzögerungsfrei auf die Befehle. Lediglich das Laden der einzelne Programme kann teilweise etwas dauern.

Als Erstes mal ab in den Browser. Zoomen macht Laune und funktioniert durch das Auseinanderziehen bzw. Zusammenschieben von zwei Fingern. Wie bei Microsoft Surface. Doppelklicken mit einem Finger zoomt auch – in Stufen. Sinnvoll beim Surfen ist die Drehfunktion des Pre, bereits durch andere Telefone bekannt. Einfach das Gerät drehen und schon hat man einen wunderschönen Breitbildbrowser. Leider gibt es diese Funktion nicht in allen Anwendungen. Überhaupt unterscheidet sich die Bedienung teilweise zwischen den einzelnen Programmen. Wo ich gerade von den Anwendungen spreche, lohnt sich ein Blick auf den Appstore von Palm. Dieser ist vergleichsweise übersichtlich bestückt, soll derzeit aber stetig wachsen. Ich habe mal testhalber zwei Applikationen installiert: Bahnfahren und billiger.de. funktionierte vom Download bis zur Installation schnell und reibungslos. So darf es gerne weitergehen.

Palm Pre Google Maps

Palm Pre Google Maps

Palm liefert mit dem Pre diverse vorinstallierte Programme wie beispielsweise Google Maps, einen Musik- und einem Videoplayer, einen Dokument Viewer, einen PDF Reader und ein Youtube Tool. E-Mail Konten, egal ob POP3 oder IMAP, lassen sich genauso einfach einbinden wie Google, Facebook oder MS Exchange Kontakte. Messenger wie Google Talk oder AIM sind ebenfalls mit an Board.

Die installierten Programme sind übersichtlich angeordnet und per Fingertippen zu öffnen. Schließen ist fast noch einfacher, denn man muss nichts weiter tun als das Programme per Fingerbewegung aus dem oberen Bildrand zu schnippen. Elemente wie E-Mails lassen sich genauso einfach löschen. Mit dem Finger nach rechts aus dem Fenster schießen und fertig. Vermisst habe ich bei der Eingabe von Suchanfragen u.ä. Cursortasten, denn öfter ergänzt man ja eine Suchanfrage, ohne sie komplett neu einzutippen. Möglicherweise habe ich das probate Mittel aber einfach noch nicht entdeckt, denn bei der Verwendung des Pre stößt man immer wieder auf neue Features. Wer fleißig ist, liest die in allen Programmen und Funktionen verfügbare Hilfe.

Google Maps - Palm Pre

Google Maps - Palm Pre

Unter Updates habe ich das webOS 1.3.1 gefunden, bei einer langsamen Verbindung erhält man den Hinweis, dass dieses aber später geladen werden sollte. Per WLAN lässt sich das Ganze dann flott installieren. 134MB sollte man nicht nur wegen des langsamen Downloads nicht via GPRS runter laden, vielmehr können je nach Vertrag auch extreme Kosten entstehen. Leider gibt es im Pre bisher keinen Überblick zum Datenvolumen. Gerade wenn man viele E-Mails bekommt, viel online spielt oder surft, ist man bei einem derart weblastigen Gerät mit einer Datenflatrate gut beraten. Fonic bietet eine solche Flatrate tageweise an.

Ich denke, der Palm Pre ist auf jeden Fall der Superstar unter den FONIC-Winter-Stars. Die Bedienung ist einfach genial und macht mobiles Internet zu einem besonderem Erlebnis. Ob mit dem angebotenen Datentarif (24cent pro MB) oder der Datenflatrate, jederzeit über die wichtigsten Daten wie E-Mails, Kontakte ect. verfügen zu können und alles auch noch simpel zu synchronisieren ist Klasse.

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