Ich habe gerade Getting Started with Ruby on Rails von Dan Benjam auf Alistapart gelesen.

Ach ja, dieses Ruby on Rails. Viele reden Gutes darüber. Was Twitter und Blinksale und Co (Working with Rails) nutzen, kann nicht schlecht sein, oder? Einfach und schnell neue und innovative und ach so web2.0ige Webanwendungen aufsetzen!

Doch was ist dran an diesem Mythos? Dan Benjam erklärt in seinem Artikel, was Rails ist und wie es funktioniert. Er erklärt das Modell View Controller Prinzip, warum Rails nicht mit PHP verglichen werden sollte, die Ordnerstruktur und die Einbettung in HTML. Er räumt ferner mit einigen Mythen rund um Rails auf:

railsRails ist ein Content Managment System (CMS).

Unabhängig von den vorhandenen Funktionen und den vorgefertigten Komponenten und Plugins ist das Rails Framework kein Content Managment System. Es reicht hier nicht, ein paar bunte Knöpfe zu drücken und ein paar Grafiken einzufügen, um einen Twitter Klon zu erstellen. Nein, Rails ist Code. In Rails existiert eine Auswahl von Mechanismen, die modifiziert und erweitert, d.h. in jeglicher Form angepasst werden können und zum größten Teil auch angepasst werden müssen.

Mit Rails kann man Anwendungen eine Million mal schneller entwickeln.

Auch aus Kundensicht hat das „Rails macht es einfach“-Credo zu gewissen Erwartungen geführt. Zum Entwickler gehen und sagen „Ey, morgen ist das fertig“ funktioniert – zumindest in den meisten Fällen – auch bei Rails nicht. Es gibt immer wieder Berichte, in den drei pfiffge Jungs ihre neuste Seite vorstellen und im dazugehörigen Blog posten, wie diese innerhalb von nur 72h aufgesetzt wurde. Rails Anwendungen schreiben sich nicht von allein. Durch die von Rails vorgegebenen Möglichkeiten müssen sich Entwickler aber beispielsweise nicht stundenlang mit Datenbank Problemen rumschlagen, sondern können sich auf die auf der Website benötigten Funktionen konzentrieren.

Um Rails Anwendungen zu entwickeln, muß man kein Programmierer sein!

Schon aus den oben aufgeführten Punkten kann man klar erkennen, dass es mehr als ein paar Mausklicks braucht, um eine Rails Anwendung zu programmieren. Ich spreche hier nicht ohne Grund von Programmieren, denn Rails Entwickler machen mehr als nur fertige Teile zusammenschrauben. Mag sein, dass es für Quereinsteiger einfacher ist, Rails zu nutzen als PHP oder Java, dennoch wird programmiert.


Um eine erste Ahnung von Rails zu bekommen, ist der Artikel auf jeden Fall lesenswert. Wer er nach Tutorials und ähnlichem sucht, kann die folgenden Seiten besuchen:

http://www.rubyonrails.de/
http://de.wikibooks.org/wiki/Ruby_on_Rails

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2 Reaktionen zum Beitrag " Ruby on Rails "

Kommentare :
  1. rubycrafter Chris
    17:06 am 22. Mai, 2009

    Eine sehr schöne Zusammenfassung und Gegenüberstellung von Vorstellung und Realität.

    Aber wer kam denn auf die Idee, Rails sei ein CMS? Das habe ich bisher so noch gar nicht gelesen. Rails war für mich schon immer als Framework deklariert worden.

  2. schreibstift
    10:16 am 24. Mai, 2009

    Von diesem „Mythos“ habe ich vor dem List Apart Artikel auch noch nie was gehört. Ist wirklich ein merkwürdiger Vergleich.

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