Heute gibt es keine Bilder. Nach einer ausgiebigen Dusche im komfortablen Hongkonger Hotel brachen wir zur Central Station auf, um die Weiterreise nach Guilin über Shenzhen anzutreten. Ein kleines Frühstück mit gutem Kaffee bei der mit Starbucks vergleichbaren Kette "Simply Life" (hier gibts zudem noch lecker aussehendes Mittagessen, haben wir aber nicht probiert) stärkt für den Weg. Mit der MTR (U-Bahn) Richtung Tsuen Wan geht es bis Tsim Sha Tsui. Dort umsteigen in die East Rail Line bis Lo Wu, wo sich der Grenzübergang nach China befindet.

Die MTR ist im Grunde mit der Berliner U-Bahn vergleichbar, aber besser. Sie ist sauberer und größer, also länger als auch breiter und bietet so viel Platz für Gepäck, Kinderwagen etc. Einziges Manko, dass uns mit Backpacker-Rucksack und Riesenrollkoffer auffiel: Die nicht enden wollenden Wege an den Stationen zwischen den einzelnen Verkehrsmitteln. Entweder hatten wir da einen Geheimtipp verpasst oder die Hongkonger laufen liebend gern Hunderte von Metern, bevor sie dann einige wenige hundert Meter fahren. War zumindest der Eindruck, den wir hatten. Heute ist Montag, es war Mittag, zwar sind viele Leute unterwegs, aber keinen Massen, wie gestern in den Einkaufsbezirken.

Da waren wir nun also, am Grenzübergang nach China. Für alle Mädels: Lieber nochmal auf der Hongkonger Seite die Toilette benutzen. Hinter der Grenze gibts dann meist nur noch die Löcher im Kachelboden, da sollte man standfest sein und ein Tipp: Klopapier vor der Toilette ziehen! Drin ist dann nichts mehr mit Papier.

Am Übergang gibts die übrigen Kontrollen, der Grenzübergang an sich hat wenig Charme. Gehts aber alles recht schnell und problemlos. Kaum aus dem Bahnhofsgebäude heraus gekommen, fragten wir einen Polizisten, wo die U-Bahn ist, die zum Shenzhen Airport geht. Der spielte uns dann wenig überzeugend vor, dass er noch nie etwas von einer U-Bahn gehört hat und da war auch schon sein Kumpel, wohl ganz zufällig Taxifahrer, zur Stelle. Ein Taxi wollten wir für die relativ lange Strecke nicht, wir hatten auch von einer günstigeren Verbindung von Bus und Bahn gelesen. Nochmal danach gefragt, zuckte der Polizist die Achseln und wollte seinem Landsman wohl die lukrative Fahrt nicht vermiesen. Wir blieben hart und suchten weiter nach einem Bus.

In der Eingangshalle gleich neben dem Ankunftsbahnhof Lo Wu gab es einen Busticket-Schalter, an dem wir nachfragten. Dort erhielten wir von einer freundlichen Dame einen Zettel mit einer Busnummer, der zum Flughafen fahren sollte. Der Ort ist nichts für Sensible: Kaum in der Nähe des Ticketschalters kam ein kleiner Junge in schmutzigem Schlafanzug auf uns zu und bettelte. Der Anblick tut weh, aber Hilfe ist ein bisschen Kleingeld wohl auch nicht. Wir gingen weiter zum empfohlenen Minibus und warteten, wiederum nach Geld gefragt von offensichtlich körperlich Behinderten. Wir waren wirklich froh, in den kleinen Bus gefercht Richtung Shenzhen loszudüsen.

Von Hong Kong Central bis zum Flughafen haben wir ca. drei Stunden gebraucht.

Am Flughafen haben wir dann noch einmal der chinesischen Küche den Vorzug vor amerikanischen Ketten geben. Super Idee, war sehr lecker, fehlten nur noch die Federn und wir hätten ein ganzes Hühnchen gegessen. Für umgerechnet fast 40 Euro. Reis gab es nicht, die Nachfrage nach "rice" stieß leider auf Unverständnis. Dafür Unmengen von Öl und Knoblauzehen, die anderen Zutaten blieben uns ein Rätsel. Mhmm lecker .. wir haben einfach alles mitgegessen, der Magen gibt mit heftigem Gluggern und Glucksen seinen Kommentar dazu. Lag aber vielleicht auch am Pu-Erh Tee, den die übereifrigen Kellnerinnen nie nachzuschenken vergaßen, irgendwie haben wir das Stopp-Kommando dafür nicht erkannt. Ein "no, thank you" half jedenfalls nicht, schwupps war der Becher wieder voll. Aber soll ja gesund sein, der chinesische Tee.

Der Flug war kurz und schmerzlos, die Busfahrt vom außerhalb gelegenen Airport ins Stadtinnere von GuiLin dauerte auch noch mal ca. 45 Minuten. Insgesamt dauerte die Tour von Hongkong Central nach Guilin länger als geplant, gut, dass wir etwas Luft gelassen hatten. Nun ist es stockdunkel und von der Umgebung Guilins ist noch nicht viel zu sehen. Ab ins wirklich extrem harte Bettchen, morgen geht´s dann hier weiter. Wir schalfen übrigends im Zhongshan Hotel welches für ein, zwei Übernachtungen ganz okay ist. Das Personal ist sehr freundlich, spricht aber kaum ein Wort Englisch. Internet ist scheinbar für lau. Wir lassen uns überraschen.

schreibstift

veröffentlicht von schreibstift

Ein Kommentar

  1. schreibstift
    Online Casin Man 11. Oktober 2011 in 19:21

    Snygga bilder! Betyder verkligen någonting känner man! 🙂
    Detta är absolut någonting som jag gillar!

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