Die Demenz geht mit einem Verlust der geistigen Leistungsfähigkeit einher. Zunächst treten Störungen im Kurzzeitgedächtnis auf, die Merkfähigkeit lässt nach. Später verschwinden Inhalte des Langzeitgedächtnisses. Auch die Wahrnehmung des Kranken, sein Erleben und Verhalten sind in Mitleidenschaft gezogen.

Was die Ursachen dieser Erkrankung betrifft, so gibt zwei Formen. Eine sind die Folgeerscheinungen anderer Erkrankungen, zum Beispiel Stoffwechselerkrankungen, Vitaminmangel oder Vergiftungen durch Alkohol oder Medikamenten. Bei der Behandlung dieser Erkrankungen kann die Demenz sich zurückbilden. Die zweite Form ist die häufigste. Sie ist gefäßbedingt. Weiterhin werden Eiweiß-Ablagerungen im Gehirn festgestellt, was zu einer Abnahme der Gehirnmasse führt. Diese Demenz ist irreversibel.


Die Erkrankung verläuft schleichend. Später kann man den Beruf nicht mehr ausüben und bei den Alltagsaufgaben wie Körperpflege und Nahrungsaufnahme sind die Betroffenen auf Hilfe angewiesen. In diesem Stadium kann man den Erkrankten nicht mehr allein lassen.

Pflegende Angehörige sind oft mit der Aufgabe überfordert. Ärzte, Beratungsstellen, Wohlfahrtsverbände und das Sozialamt sind hier die ersten Anlaufstellen. Tagesstätten oder Einrichtungen der Kurzzeitpflege sind zu Beginn die ersten Maßnahmen, die es den Angehörigen leichter macht die häusliche Pflege fortzusetzen. In der Altenpflege werden bestimmte Pflegearten unterschieden. Die Grundpflege beinhaltet Hilfe beim An- und Ausziehen, Körperpflege und Hilfe bei der Ernährung. Die Behandlungspflege geht weiter. Hier werden Verbände gewechselt, Medikamente gegeben, Blutdruck gemessen oder ein Dekubitus behandelt.

Sollte es nicht mehr möglich sein den Kranken trotz fremder Hilfe zuhause zu pflegen, sollte der Patient in ein Altenheim oder in ein Pflegeheim verlegt werden. Gründe können sein, dass der Angehörige selbst krank wird, die Hilfsangebote nicht mehr ausreichen oder die komplette medizinische Versorgung zuhause nicht mehr geleistet werden kann. Ein Altenheim ist sicherlich für die Angehörigen der schwerste Schritt. Schuldgefühle, Selbstvorwürfe oder das Gefühl den Kranken im Stich zu gelassen zu haben, können belasten. Jedoch kann sich die Beziehung zum Kranken verbessern, wenn man feststellt, dass dem Kranken die Rundum-Pflege gut tut, man selbst nicht mehr unter der großen Belastung leidet und sich bewusst wird, dass man die Entscheidung im Interesse aller Beteiligten getroffen hat.