Betriebskosten, Kratzer im Parkett, Mietrückstände – Stoff für jede Menge Zoff im Mietrecht. „Umso wichtiger ist es, schon zu Beginn eines Mietverhältnisses Klarheit über die Rechte und Pflichten der Parteien zu schaffen. Der Vertrag sollte unbedingt schriftlich geschlossen werden“, empfiehlt Rechtsanwalt Peter Schüller, Autor der Broschüre „Erfolgreich vermieten“ aus dem Verlag C.H.Beck. Seine Broschüre enthält Mietvertragsmuster, die herausgetrennt und vom Vermieter sofort verwendet werden können. „Das erspart später möglicherweise viel Ärger“, sagt Peter Schüller. Er weiß, worüber Mieter und Vermieter am liebsten streiten.

Ewiger Zankapfel ist die Betriebskostenabrechnung. „Liegt diese nicht spätestens zwölf Monate nach Ende der Abrechnungsperiode beim Mieter vor, muss dieser nichts nachzahlen“, sagt der Berliner Mietrechtsexperte. „Der Vermieter bleibt dann auf den Kosten sitzen.“ Noch schlimmer trifft es den Vermieter, wenn er falsch abrechnet: Ein Mieter schuldet nämlich nur dann Betriebskosten, wenn diese konkret auf ihn umgelegt sind und der Vermieter die geleisteten Vorauszahlungen richtig angerechnet hat. „Passieren hier Fehler, kann der Mieter sogar Geld zurückfordern“, warnt Schüller.

Weiterer Konfliktpunkt sind die so genannten Schönheitsreparaturen, vor allem beim Auszug. Nach dem Gesetz ist der Vermieter verpflichtet, die Schönheitsreparaturen auszuführen. Er kann sie aber durch eine Vereinbarung im Mietvertrag auf den Mieter abwälzen. „Es sollten jedoch nur juristisch geprüfte Klauseln verwendet werden“, rät der Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht. „Geht die Vereinbarung zu weit und schreibt dem Mieter bei der Renovierung die Verwendung einer bestimmten Farbe vor, ist sie schnell unwirksam.“

Einmal unterzeichnet, kann der Vermieter den Mietvertrag meistens kaum mehr kündigen – Auslöser für weiteren Ärger. Denn für eine Kündigung durch den Vermieter muss ein so genanntes „berechtigtes Interesse“ bestehen. „Wann ein berechtigtes Interesse vorliegt, lässt sich oft schwer ermitteln“, klagt Rechtsanwalt Peter Schüller. „Grobe Verstöße gegen die Hausordnung und Eigenbedarf können solche Gründe sein. Häufig ist der Vermieter aber auf das Wohl des Richters angewiesen, da Mieter durch die Gesetze einen starken Schutz genießen.“ Gerät der Mieter allerdings in Zahlungsverzug, etwa indem er in zwei aufeinander folgenden Monaten nicht mehr als eine Miete zahlt, ist dies Grund für eine fristlose Kündigung.

  • Kompaktinfo
  • Erfolgreich Vermieten: Richtiges Vermieten von Wohnungen und Häusern

  • Autor: Peter Schüller
  • Ausgabe: 48 Seiten; Taschenbuch
  • Verlag: C.H.Beck
  • ISBN-10: 340659512X
  • ISBN-13: 9783406595127
  • Durchschnittsbewertung: 5.0 5.0 von 5 Sternen 6 Review(s)
  • Fazit

    Was man als Vermieter wissen sollte. Richtiges vermieten von Wohnungen und Häusern. Mit heraustrennbaren Mitvertragsformularen.

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schreibstift

veröffentlicht von schreibstift

2 Kommentare

  1. schreibstift

    Klingt wirklich sehr spannend. Das Buch will ich auf jeden Fall lesen. Danke für die tolle Empfehlung!

  2. schreibstift

    Wenn’s ernst gemeint war – gern geschehen.

    Den Link zu Ihrer Seite habe ich mal entschärft. Haben Sie sich Ihre Startseite eigentlich mal durchgelesen? Machen Sie Ihre SEO selbst? Das ist ja grausam. Stellen Sie sich mal vor jemand redet so mit Ihnen, da werden Sie doch kirre. Ich würde in dem Hotel auch nicht buchen, weil ich denken würde, dass die Betreiber dem Wahnsinn einhergefallen sind. Wie oft kann man die Worte Dorf Tirol, Südtirol und Wellnesshotel eigentlich noch in fünf Sätze packen? Nix für ungut, aber wenn ich so übertriebene Optimierung sehe muß ich leider davon ausgehen, dass Sie nur einen neuen Backlink haben wollten. Wenn nicht sind Sie mir ja sicher nicht böse. 🙂

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