Als Ladenbau wird ganz allgemein das Ausstatten & Einrichten von Geschäftsräumen im stationären Einzelhandel bezeichnet. Dabei steht die Raumgestaltung mit dem individuell zum Ladenraum passenden Mobiliar im Vordergrund. Ziel der Bemühungen rund um einen möglichst trendigen Ladenbau ist im weitesten Sinne die Umsatzsteigerung mit Erhöhung der Verkaufszahlen nebst Gewinn. Dazu lässt sich die Ladenbaubranche viel einfallen.

Organisiert ist sie im DLV, dem Deutschen Ladenbau Verband mit Sitz in der bayerischen Großstadt Würzburg. Die im Dreijahresrhythmus in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt Düsseldorf stattfindende Messe EuroShop gilt als die weltweit größte ihrer Art.

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Zu den mehr als ein halbes Dutzend Bereichen gehören

  • Shop Fitting & Store Design
  • Lighting Design, Systems & Technology

Die EuroShop ist das Stelldichein für Hersteller und Zulieferer, um ihre Ladenbautrends für die kommenden drei Jahre zu präsentieren. So war es auch auf der 2017er-EuroShop im März.

Im Verlaufe der fünf Messetage waren als zukünftige Ladenbautrends erkennbar

  • Optimierung des Wohlfühlens im großflächigen Einzelhandel
  • Betonung von Kleingliedrigkeit und von Natürlichkeit durch Materialien und Farbe
  • Auflösung von starren Sortimentsgrenzen
  • Shop-in-Shop-Lösung durch fließende Sortimentsgrenzen
  • Vermittlung eines ganz besonderen Verkaufserlebnisses speziell für Paare und Familien

Jede Branche, praktisch jedes Ladenlokal braucht eine individuelle, in dem Sinne angepasste Ausstattung mit Stau- sowie mit Bedienungsfläche. Der Kunde wünscht sich eine übersichtliche Produktpräsentation, sachlich geordnet mit ansprechender Sortimentspflege. Selbstprobieren und Selbstbedienen sind überall ausdrücklich gewünscht. Das Geschick des Personals für Beratung und Service besteht in einer unaufdringlichen, man könnte sagen unmerkbaren Präsenz. Im Fashionladen ist das Personal eher unauffällig damit beschäftigt, die Bekleidungsstücke zu ordnen und zu sortieren. Damit sich der Kunde schon beim Betreten des Ladens wohlfühlt und in Kauflaune versetzt wird, sind Beleuchtung sowie Hintergrundmusik animierend, akustische Rabattaktionen oder Schnäppchenangebote hingegen eher nicht. Der erste Rundumblick auf das Angebot ist für den Kunden mitentscheidend, ob die Kreditkarte locker sitzt, ob der Einkaufswagen randvoll gefüllt wird, oder ob es beim Notwendigsten auf dem vorbereiteten Einkaufszettel bleibt.

Mit seiner Ladenpräsentation verfolgt der Ladenbesitzer einen pekuniären Mehrwert. Der Kunde soll beim Verlassen bestenfalls mehr bezahlt haben als beim Betreten des Ladens beabsichtigt. Beleuchtung und Ausleuchtung, aber auch die geschickte Platzierung von Spiegeln rücken den Ladeninnenraum im doppelten Sinn ins rechte Licht. Die heutzutage unverzichtbare Videoüberwachung muss lückenlos, gleichzeitig aber auch unauffällig sein. Ein dezenter, unübersehbarer Hinweis am Ladeneingang sollte ausreichen. Der Kunde will nicht nur kaufen, sondern auch erleben. Dieses Erlebnis vermitteln themenbezogene Erlebniswelten, ganz im Gegensatz zu simplen Regalen, Schüben und Fächern.

Durch eine geeignete Anordnung des Warenangebotes kann in jeder Branche der Ladenbesucher dazu verleitet werden, ganz unbewusst in einer vorgegebenen Richtung durch das Geschäft zu schlendern. Kleine, übersichtliche Einheiten vermitteln den Eindruck einer persönlichen Ansprache des Kunden. Der muss in jedem Laden dazu in der Lage sein, den gewünschten Artikel ohne Hilfe des Personals greifen zu können. Das gilt für exotisches Obst an der Kühltheke im Supermarkt ebenso wie für das Designerstück im Fashionladen.

Der Einzelhandel muss mit seinen Ladenbautrend das vermitteln, womit er sich vom Onlinehandel mit seinem quantitativ ungleich größeren Angebot abgrenzt: Ein persönliches Kauferlebnis, bei dem der Kunde das Produkt oder die Ware anfassen, spüren und riechen kann. Je einfacher und stimmungsvoller ihm das gemacht wird, desto größer sind Kauferlebnis und Kauflaune.

Bereits zum vierten Mal erscheint gerade das Store Book, eine Zusammenarbeit vom dlv und dem Callwey Verlag. Wer auf der Suche nach Ideen zur Gestaltung und nach weiterführenden Informationen zum Thema Ladenbau ist, kann in diesem Nachschlagewerk einen Blick auf 47 ausgewählte Projekte im Bereich der Retail Architektur werfen. Es werden die unterschiedlichsten Branchen berücksichtigt, ganz egal also, ob man auf der Suche nach kreativen Inspirationen im Bereich Food oder eher im Bereich Fashion ist.

Auch wenn das Buch in erster Linie den deutschsprachigen Raum ins Auge fast, werden daneben auch internationale Ladenbauprojekte vorgestellt.

Am Ende des Buches werden Adressen von etablierten Ladenbau Partnern aufgelistet und ermöglichen so den schnellen und direkten Kontakt.

  • Kompaktinfo
  • Store Book 2017

  • Autor: Cornelia Dörries
  • Ausgabe: 248 Seiten; Gebundene Ausgabe
  • Verlag: Callwey
  • ISBN-10: 3766722581
  • ISBN-13: 9783766722584
  • Durchschnittsbewertung: 5.0 5.0 von 5 Sternen 1 Review(s)
  • Fazit

    Für Planer, Entwickler und Entscheider im Bereich Ladenbau ist dieses Buch ebenso interessant, wie für die ausführenden Handwerker. Starten Sie noch heute und erschließen Sie neue Kundengruppen, durch ein angepasstes und modernes Design der Verkaufsflächen.

  • Preis bei Amazon
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veröffentlicht von schreibstift

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