Nicht nur zur Weihnachszeit: Fabrikverkäufe und Outlets – alles andere als nur billig

Nicht nur für Pfennigfuchser das gefundene Fresschen, – es macht auch Spaß, sich bei Konsumartikeln mal dort umzuschauen, wo sie auch produziert werden. Das gilt für Produkte des täglichen Verbrauchs wie Lebensmittel, Körperpflege, Haushaltswaren und Textilien genauso wie für Genusswaren (Süßwaren, Spirituosen) oder Schönes für die häusliche Einrichtung. Quer durch die Republik muss man deswegen nicht immer reisen, Fabrikverkäufe oder Outlets, wie man neudeutsch sagt, finden sich oft in der Nachbarschaft – man muss sie nur aufspüren.

Fabrikverkauf

Fabrikverkauf

Gerade vor Weihnachten beim Thema Fabrikverkäufe besonders angesagt: Süßes zum Sonderpreis. Ob man nun Fan der Lakritzschnecken oder Goldbären ist (Haribo im Stammhaus Bonn, in Solingen-Gräfrath oder im sächsischen Wilkau-Haßlau), ob man auf die DDR-Schlager Halloren-Kugeln spitz ist (Halloren Schokoladenfabrik Halle), auf das Eisbär-Eis (Apensen) oder auf das Backwerk von Bahlsen, Stollwerk, Sarotti und Sprengel (Fabrikverkäufe in Berlin-Tempfelhof bzw. in Berlin-Kreuzberg), eines ist es immer: günstiger als im Einzelhandel und vermutlich sogar auch frischer! Selbst die Manufakturen hochfeiner Schokoladen wie Hachez (Bremen), Lindt (Aachen) oder Coppeneur (Bad Honnef) öffnen sich für Fabrikverkäufe an den Endverbraucher. Niederegger (Lübeck) lässt sie ganz nah heran an das Marzipan und bei Max Weiss Fabrikverkauf gibt es auch Lebkuchen von Haeberlein-Metzger. Wer in Nürnberg lebt, hat es gut: Hier finden sich die Fabrikverkäufe der bekanntesten Lebküchner um die Ecke.

Outlet-Center, die Produkte verschiedener Hersteller anbieten, sind natürlich eine besondere Gelegenheit, sich zwischen unterschiedlichen Marken umzusehen. Ein bekanntes Beispiel findet sich im bayerischen Wertheim, nahe an der Autobahn A 3. Hier ist auf einem Areal von über 20.000 Quadratmetern Fabrikverkaufsfläche eine kleine Boutiquen- und Designerstadt entstanden, dorfähnlich wie im Freizeitpark oder in der Kulissen-Westernstadt, wo man wie auf dem Einkaufsboulevard einer Großstadt durch Straßen flaniert und sich in den Schaufenstern von über 100 Shops spiegeln kann. Ähnlich autobahnnah sprossen Fabrikverkäufe in Outlets in Ingolstadt, Westermark, Stuhr, Helmstedt, Wolfsburg, Metzingen, Radolfzell und Hermsdorf aus dem Boden.

Im Segment Lebensmittel öffnet sich die grandiose Erlebniswelt der Marken zwischen Dresden und Bad Zwischenahn. Hier hat man die Wahl zwischen Altenburger Senf (Altenburg), Spreewaldgurken (Golßen), Rügener Fisch (Sassnitz), Kathi-Produkten (Halle/Saale), Aurora-Mehl im Mühlenladen (Hamburg), Dosensuppen bei Erasco (Lübeck), Appel-Löwensenf (Cuxhaven), Frosta Tiefkühlkost (Bremerhaven) und Fischkonserven (bei Abelmann in Bremen). Liebhaber des Herzhaft-Deftigen kommen voll auf ihre kosten bei Herta (Berlin-Spandau), Storkower Hähnchen (Storkow), Pommeraner Wurst (Loitz), Redlefsen (Satrup) und Meica (Edewecht). Auch Fabrikverkäufe in Buxtehude, Hamburg, Schönkirchen, Kaltenkirchen, Böklund, Bremen, Zeven, Bad Wünnenberg, Gadebusch, Jena, Nockrehna, Ballenstedt, Schmölln, Dorndorf-Steudtiz, Greifswald, Wismar, Eggebrecht, Güterloh, Göttingen, Steinhagen, Gifhorn und Göttingen machen den Freund eines saftigen Steaks oder einer Schweinshaxe glücklich.

Kosmetik- und Körperpflege-Hersteller sind im Bereich Fabrikverkäufe schon etwas zurückhaltender, aber wenn man in Berlin lebt, bietet sich Kaloderma an, in Bremen Biomaris, in Boppard Sebamed, in Offenbach Kappus, in Leinfelden Speick, in Baden-Baden Biodroga und in Eislingen Dr. Scheller Naturkosmetik. Im Outlet-Verkauf im schwäbischen Siegelsbach findet sich eine ganze Reihe von bekannten Kosmetiknamen – Dulgon, Diplona, Alkmene, Vaura Vandini, Beauty Plant u.a. – unter einem Dach.

Besonders große Anziehungskraft besitzen die Textilien-Fabrikverkäufe oder Textilien-Outlet-Center, die in jeder Preis- und Stilklasse vertreten sind. Bekannte Namen wie Bruno Banani (Chemnitz), Joop (Bielefeld) Schiesser (Wittgensdorf), Kunert (Geyer), Ulla Popken (Berlin-Hellersdorf und Rastede), Marc Cain (Berlin-Charlottenburg), Tom Tailor (Oststeinbek), Gardeur (Aspen-Augustfehn), Street One (Celle), Bugatti (Herford), Seidensticker (Rheda-Wiedenbrück), Gerry Weber (Steinhagen-Brockhagen), Diesel (Düsseldorf), Zero (Bremen) Benetton (Ratingen) oder Esprit (Ratingen-Tiefenbroich) haben immer Saison. Interessante Outletcenter mit mehreren Markennamen aus dem Textilbereich kann man in Goslar (Fashion-Outlet Odermark), Lübbecke (Familiy Outlet), Herford-Everdissen (Ahlers Fabrikverkäufe) oder Salzuflen (Alba Moda) gezielt nach besonderen Schnäppchen durchstöbern.

Für Porzellan sind natürlich KPM (Berlin), Fürstenberg (Fürstenberg), Villeroy & Boch (Mettlach), Seltmann (Weiden), Hutschenreuther (Zwiesel). Göbel (Rödenthal), Annaburg Porzellan (Annalburg), Weimar Porzellan (Weimar) und viele andere die richtigen Anlaufstellen, wenn es um Fabrikverkäufe geht.

Bevor man sich mit einer langen Einkaufsliste auf den Weg macht, sollte man aber unbedingt telefonisch oder online die genaue Adresse und vor allem die Öffnungszeiten prüfen, denn letztere können deutlich gegenüber den normalen Ladenöffnungszeiten differieren.

schreibstift

veröffentlicht von schreibstift

Ein Kommentar

  1. schreibstift

    Wow, ich wusste gar nicht, dass es in Deutschland so viele Fabrikverkäufe gibt. Mein Lieblingsfabrikverkauf ist der Trolli Lagerverkauf in Fürth. Da decke ich mich immer gleich kiloweise mit Gummibärchen ein. Vor Weihnachten muss ich da auf jeden Fall nochmal hin *g*
    Ich finde auch, dass man da richtig Geld sparen kann.

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