Charles Lindbergh war so etwas wie ein Vorbild – mindestens, was den Namen betraf. Gleichzeitig strahlte er ein internationales Flair aus, und so überrascht es nicht, dass sich Peter Brodbeck schon zu Beginn seiner Karriere den Künstlernamen „Lindbergh“ zulege. Neben der Vorliebe für das internationale Leben auf zwei Erdteilen verband die beiden Männer offenbar noch etwas anderes: Sie liebten die Frauen.

Doch noch etwas mehr Zuneigung empfand Lindberg für das Arbeitsmittel, mit dem er sein Geld verdiente: die Kamera. Peter Lindbergh hatte die unglaubliche Begabung, die schönsten Frauen der Welt vor die Linse seines Fotoapparats zu holen, und sie alle strahlten dabei eine Natürlichkeit aus, die bis heute in Künstlerkreisen unerreicht bleibt.

Images of Women I: Photographien bis 1997 - Partnerlink

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Während bei vielen anderen Shootings immer die Mode im Mittelpunkt stand, hatte er einen ganz anderen Fokus. Er wollte die Menschen vor seiner Kamera in Szene setzen. Aus heutiger Sicht mag es einfach erscheinen, schöne junge Frauen aus den 1980er Jahren in einer Zeit zu stilisieren, die bunter und lebhafter kaum sein konnte. Trotzdem war Lindberg mit seiner Vorliebe für Schwarz-Weiß-Bilder ein Vorreiter seiner Zeit, dem es gelang, die schönsten Frauen der damaligen Epoche fast ungeschminkt abzulichten.

Die Neuauflage seines Werks Images of Women hat nichts von der Faszination des ursprünglichen Buchs verloren. Auf den Schwarz-Weiß-Fotos sind die schönsten Fotomodells ihrer Zeit zu sehen, sie sind nahezu völlig ungeschminkt und wirken gerade deshalb so anziehend.

Die Namen und die Gesichter sind bekannt, sie kennzeichnen eine ganze Epoche. Anlass für die Neuauflage war die Lindberg-Retrospektive, die in Düsseldorf stattfindet und die der Fotograf selbst noch vorbereitet hat. Bis heute stehen die Bilder für Ikonen, die sich schon im Jahr 1997 einen Ruf als die schönsten Modells ihrer Zeit gemacht hatten. Auf knapp 190 Seiten sind wunderschöne Portraits und Aufnahmen von Demi Moore, Madonna oder Kate Moss zu sehen, um nur einige der großen Namen zu nennen.

Es ist kaum übertrieben zu sagen, dass es sich dabei um Frauen handelt, die ein ganzes Jahrzehnt geprägt haben. Dabei war es nicht allein die Schönheit dieser Frauen, die sie so interessant machte. Sie alle strahlen eine Persönlichkeit und eine Stärke aus, die durch die ungeschminkte Natürlichkeit noch besser zur Geltung kommt.

  • Kompaktinfo
  • Images of Women I: Photographien bis 1997

  • Autor: Peter Lindbergh (Autor), Juan Gatti (Designer), Martin Harrison (Vorwort)
  • Ausgabe: Gebundene Ausgabe: 312 Seiten
  • Verlag: Schirmer Mosel; Auflage: 01 (1. Dezember 2019)
  • ISBN-10: 3829608896
  • ISBN-13: 978-3829608893
  • Fazit

    Die erste Auflage des Buchs war lange vergriffen, doch die Neuauflage ist weiterhin eine Empfehlung für alle, die sich für Modefotografie interessieren.
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