Paintings and Bridgebuilding. Travels from 2002 – 2019 von Henrik Placht (*1973) ist die vielschichtige Chronik einer langjährigen persönlichen und künstlerischen Reise: Nach seinem Abschluss des Studiums der Malerei in Bergen und Berlin stellte der Norweger fest, dass ihm das bloße Dasein als Maler nicht ausreichte.

So initiierte er 2002 die Gründung der International Academy of Art in Ramallah und schuf er einen Ort der Verständigung inmitten des Konflikts. Im Anschluss lebte und arbeitete er für mehrere Jahre in Vietnam und Nordkorea – stets auf der Suche nach neuen Eindrücken und Erfahrungen.

Die Begegnungen mit unterschiedlichen Menschen, Ländern und Kulturen haben nicht nur Placht selbst verändert, sondern auch seine Malerei beeinflusst: Waren seine Bilder zunächst von strengen geometrischen Kompositionen geprägt, bereichern nun auch das arabische Ornament und asiatisches Licht seine künstlerische Sprache.

 

Dokumentarisches Fotomaterial sowie Aufsätze von Reem Fadda, Direktorin der Abu Dhabi Cultural Foundation, und des in Paris lehrenden Philosophen Raphael Zagury-Orly bereichern die Monografie auf zusätzlichen Ebenen und untersuchen gleichzeitig die Kraft der Kunst, Menschen und Kulturen verbinden zu können.

Die neue Publikation zeugt von diesem künstlerischen wie persönlichen Entwicklungsprozess und macht deutlich, wie Kunst und Kultur einander beeinflussen können.