Am 21. Oktober 2016 wurde der bereits sechste Teil der erfolgreichen Civilization-Spielereihe veröffentlicht. Die Fortsetzung der Strategie-Serie verspricht neben einer komplett neuen Engine und einer schöneren Grafik im Comic-Stil auch neue Gameplay-Features.

Aus rein spielerischer Perspektive sind aber wohl die Bezirke die wichtigste und spürbarste Neuerung im Spiel. Während in den Vorgängern noch jegliche besonderen Gebäude im Stadtzentrum platziert wurden, bedarf es jetzt genauer Planung bei der Aufbau einer Stadt. Abhängig von den umliegenden Geländefelder ergeben sich für die verschiedenen Bezirke auch unterschiedliche Boni. Ein Berg verstärkt beispielsweise die Produktion von Glauben in einem entsprechenden Bezirk während sich Flüsse positiv auf den Handelsbezirk auswirken. Die Begrenzung von Bezirken pro Stadt sorgt außerdem für eine zunehmende Spezialisierung. Anders als noch in Teil Fünf ist es nun nicht mehr möglich, dass sämtliche Gebäude und Modernisierungen in einer einzelnen Stadt gebaut werden.

Eine weitere Neuerung ist der Straßenbau. Im sechsten Teil der Civilizations-Reihe bauen nicht mehr Handwerker die Straßen. Handwerker sind dabei ein anderer Stichpunkt: Die Bautrupps haben nunmehr begrenzte Aktionspunkte und können somit nur eine gewisse Anzahl an Aktionen vor dem Verschwinden vornehmen. Der Straßenbau selbst wird nun durch das errichten von Handelswegen übernommen. Dies stellt den Spieler vor weitere Entscheidungen: Baue ich einen Handelsweg und damit eine Straße zum lukrativsten Standort, oder sorge ich primär für den Ausbau eines Straßennetzes innerhalb meines Reichs und zu strategisch wichtigen Punkten? Alleine der Straßenbau und die neuen Bezirke zeigen, dass das Spiel weiteren Tiefgang bekommen hat.

In Civilization VI wurden die Entwicklung von Technologie und der Kultur getrennt. Zwei unabhängige Entwicklungsbäume sorgen somit für weitere strategische Möglichkeiten. Diese werden außerdem von den neu hinzugekommenen Karten eröffnet. Diese Karten werden durch Forschung und Entwicklung der angesprochenen Entwicklungsbäume freigeschaltet und können dann ausgewählt werden. Die entsprechenden Karten gewähren bestimmte Boni, können jedoch nicht alle gleichzeitig aktiviert werden. Wie viele Karten welcher Art man einsetzen kann, richtet sich nach der Regierungsform, welche ebenfalls erst entwickelt werden muss. Den Spieler erwarten auch dadurch viele neue Möglichkeiten und Stunden voller strategischer Planung.

Zum Release stehen 19 (bzw. für Vorbesteller 20) Völker zur Verfügung. Neue Wunder, Einheiten, Staatsoberhäupter mit verschiedenen Charaktereigenschaften und Agenden sorgen für einen würdigen Nachfolger der Strategiespiel-Reihe.

Ich hatte Civilization VI mit Angst erwartet, da gerade die Änderungen im Bereich der Grafik auf den ersten Screenshots etwas kindisch wirkten. Jetzt bin ich sehr positiv überrascht, denn die neue Version macht mal wieder unheimlich viel Spaß. Mit dem zusätzlichen Entwicklungsstrang im Bereich Kultur ist ein Instrument dazu gekommen, welches dem Spiel deutlich mehr Tiefe verleiht. Die Auswahl der Sozialpolitiken in Civilization V wirkt im Vergleich dazu langweilig. Spannend dürfte werden, ob die bisher maue KI in der kommenden Zeit noch Verbesserungen erfährt. Im Multiplayer Modus macht das Spiel jedenfalls richtig Spaß.

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    veröffentlicht von schreibstift

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