anwaltDas kann Jedem passieren. Im Kleingedruckten der angeblich kostenlosen Seite lauern versteckte Kosten, meist monatliche Abokosten oder Jahresbeiträge. Leicht zu übersehen. Kurz darauf flattert die Rechnung in Haus oder ins Mail-Postfach.

Was tun? Auf keinen Fall bezahlen! Egal, ob mit Inkassobüro, Rechtsanwälten und Klagen gedroht wird. Schreiben Sie den Anbieter an und teilen Sie mit, dass Sie den Vertrag anfechten und nicht zahlen werden. Aber so schnell wie möglich nach Erhalt der Rechnung bzw. in dem Moment in dem man feststellt, dass es sich um ein kostenpflichtiges Angebot handelt!

Denn hier läuft eine Frist, die sich nach dem Erhalt der Widerrufsbelehrung, zu der der Anbieter verpflichtet ist, richtet. Hat der Anbieter korrekt vor Vertragsschluss über das Widerrufsrecht informiert, beträgt die Frist nur 2 Wochen. Bei Widerrufsbelehrung nach Vertragsschluss beträgt die Frist einen Monat. Am sichersten ist es also, sofort bei Entdecken, dass man in eine Falle getappt ist, den Widerruf zu verfassen. Am besten dieses Schreiben mit Sendebestätigung aufheben.

Begründen Sie die Anfechtung ruhig damit, dass die Darstellung auf der Seite irreführend und täuschen war und das Internetgeschäft gegen das UWG (Gesetzt gegen unlauteren Wettbewerb) verstößt. Wenn dann weitere Rechnungen kommen, haben diese keine Bedeutung mehr und können unbeachtet bleiben.

Da die Angebote von Fall zu Fall unterschiedlich ausgestaltet sind, muss jeweils festgestellt werden, ob der Anbieter seinen Informationspflichten nachgekommen ist. Eine gute Anlaufstelle ist die Verbraucherschutzzentrale. Je häufiger ein Anbieter in deren Vorgängen auftaucht, desto mehr Leute haben sich von dem Angebot überumpelt und betrogen gefühlt. Dies wäre ein Indiz dafür, dass Informationspflichten nicht ausreichend nachgekommen wurde.

Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Y!GG
  • Oneview
  • MisterWong
  • Reddit
  • Webnews
  • seekXL
  • Folkd
  • Digg
  • del.icio.us
  • Newsrider
  • Colivia
  • Linkarena
  • Technorati
  • Wikio DE
  • SEOigg
  • blogmarks
  • Blogosphere News
  • Blogsvine
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Webbrille
Die kleinen Icons verlinken verschiedene Social Bookmarking Dienste. Über einen Eintrag würden wir uns sehr freuen. Unter http://schraegschrift.de/feed/ findet man den kompletten Newsfeed. Die Reaktionen auf diesen speziellen Eintrag können Sie mit Hilfe eines weiteren RSS 2.0 Feeds verfolgen. Sie können einen Kommentar hinterlassen, oder sie setzen ein Trackback von Ihrer eigenen Seite.

Lesenswert!

  • Widerklage

    So bezeichnet man den selbständigen Gegenangriff des Beklagten, dem gegen den Kläger oder Dritte Ansprüche zustehen und der bis zur letzten mündlichen Verhandlung möglich ...

  • Verbraucher oder Unternehmer?

    Der BGH hat kürzlich die Frage geklärt, wann eine Person Verbraucher oder Unternehmer nach den Vorschriften der §§ 13, 14 BGB ist. Dies ist immer dann problematisch, wenn z. B. eine selbständig ...

  • Kein Anscheinsbeweis für bei der Post aufgegebene Briefe

    Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes gibt es für Briefe, der der Versender bei der Post abgibt, keinen Anscheinsbeweis dafür, dass der Brief auch beim Adressaten eingegangen ist. In ...

  • Notare und ihre Kostenrechnung

    Der Notar muss § 32 KostO in seiner Kostenrechnung zitieren! Denn nur so kann ein normaler Mensch nachvollziehen, woraus sich überhaupt die angesetzte Gebühr ergibt. Dass es eine ...

  • Maßgeblicher Entscheidungszeitpunkt im verwaltungsrechtlichen Anfechtungsprozess

    Der Erfolg einer Anfechungsklage hängt u. a. auch davon ab, welcher Zeitpunkt vom entscheidenden Verwaltungsgericht zugrunde gelegt wird. Besonders problematisch und heftig umstritten ist dies bei ...

  • Kosten im Verfahren vor dem Sozialgericht

    Zur Frage, welche Kosten für ein Verfahren vor dem Sozialgericht entstehen können: Gerichtskosten: Grundsätzlich werden keine Gerichtskosten vom Kläger verlangt, wenn er Versicherter, ...

  • Formulierungsvorschlag Widerrufsbelehrung, z. B. für Online-Shops

    Eine solche Widerrufsbelehrung könnte zum Beispiel wie folgt lauten:   Widerrufsbelehrung Widerrufsrecht: Der Käufer kann seine Vertragserklärung innerhalb von zwei Wochen ohne Angabe von ...

  • Rechtsschutzbedürfnis

    Noch mal zur (eigenen) Erinnerung: Was bedeutet Rechtsschutzbedürfnis? Es ist das berechtigte Interesse, mit Durchführung eines Gerichtsverfahrens Rechtsschutz zu erhalten. Ohne solch ein ...

  • Lehrerbewertung auf "spickmich" ist rechtmäßig

    Lehrer dürfen weiter auf "spickmich" bewertet werden, entschied der Bundesgerichtshof kürzlich. Darüber entrüstete Lehrer haben keinen Anspruch auf Löschung oder Unterlassung der ...

  • Lehman-Brothers-Zertifikate: Bank kann schadensersatzpflichtig sein!

    Das OLG Hamburg hat in einem kürzlich verkündeten Urteil die Schadensersatzpflicht der Hamburger Sparkasse gegenüber einem Anleger, der Lehman-Brothers-Zertifikate erworben hatte, bestätigt. ...

Eine Antwort hinterlassen

Name (*)
Mail (wird nicht veröffentlicht) (*)
Webseite
Kommentar