Beim Suchen nach einigen Büchern bin ich zufällig auf „Viral Marketing“ gestoßen. Da ich von diesem Begriff schon öfter im Internet gehört und gelesen hatte, wollte ich das Thema mal ein wenig vertiefen. Es geht unter anderem darum, wie man eine virale Kampange plant und durchführt. So lautet der Untertitel auch „Wie Sie Mundpropaganda geziehlt auslösen und Gewinn bringend nutzen“.

Auf dem Einband des Buches wird der Autor Sascha Langner als Experte für Internetmarketing bezeichnet. Er schreibt für diverse angesehende Online Magazine, die aber genauso wenig genannt werden, wie die E-Business-Projekte, für die er bisher tätig war. Sorry, aber das klingt für mich etwas an den Haaren herbeigezogen. Leider fand ich das Buch entäuschend.

Nun hatte ich überlegt, ob ich überhaupt etwas dazu schreiben sollte. Es gibt da ein ganz passendes Zitat:

Aside from something on the order of being arrested for running a pre-schooler’s prostitution ring, there’s almost NO such thing as “bad publicity” for an author. The worst thing you can do to an author whose work you hate is never mention them or their works by name, and avoid anything that might increase their visibility.

Ryk Erik Spoor (July 21, 1962 in Omaha, Nebraska) is an American technical writer, and author of science fiction and fantasy novels.

Viral Marketing: Wie Sie Mundpropaganda gezielt auslösen und Gewinn bringend nutzen - Partnerlink

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Da ich Herrn Langner nicht direkt hasse, schreibe ich diesen Review also dennoch.

Am Anfang werden einige Elemente des viralen Marketings definiert und beschrieben, dann geht es an die Planung einer Kampagne und anschliessend beschäftigt sich der Autor mit der Messung des Erfolgs. Hier wird teilweise schon auf die Fallbeispiele hingewiesen, die später im Buch auftauchen. Leider hatte ich das Gefühl immer wieder das Gleiche zu lesen. Diese Wiederholungen wirkten auf mich wie verkrampftes Platzfüllen. Auch kamen mir die meisten Betrachtungen recht oberflächlich und wenig hinterlegt vor. Im Prinzip las sich der erste Teil des Buches wie eine mittelmäßige Hausarbeit an einer Universität.

Abgewinnen konnte ich diesem Teil nicht wirklich viel. Irgendwie hatte ich bereits vermutet, dass ein kostenfreies Video besser ankommt als ein Video für acht fuffzig. Und das die Konsumenten aufgrund der Vielzahl der Werbebanner diese auch nicht mehr so wie zu den Anfangszeiten des Internets beachten, naja, wer hätt’s gedacht. Ein PDF ist offline nutzbar – uhhh na sooowas..?.. 😉 Messbarkeit von Erfolgen im Internet höher als im Offlinebereich? Ach das zuckersüße Internet, so schön technisch. Eben gut zum Messen geeignet. Ich hatte mir mehr erwartet.

Der zweite Teil des Buches hat mir besser gefallen. Die Fallbeispiele habe ich gern gelesen. Es ist schon interessant, wie sich unterschiedliche Ideen so entwickelt haben. Die jeweils angeführten „Lehren, vermeidbare Fehler und Probleme“ klingen zwar wieder wie bei Kaffee und Kuchen ausgedacht, aber was soll’s. Wenn es nach mir ginge, hätte das gesamte Buch aus Fallbeispielen bestehen können. Ohne irgendeinen Senf dazu. Nur die Beispiele mit Zahlen.

Am Besten hat mir die Zusammenfassung des Blairwitch Projekts gefallen. Was Daniel Myrick und Eduardo Sanchez da aufgezogen haben, ist wirklich faszinierend.

Im letzten Abschnitt des Buches geht es um das Thema Gerüchte. Dieser Abschnitt ist ebenfalls nochmal recht interessant zu lesen.

Anders als ich, empfinden andere Leser das Buch als spannend und supertoll:
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Na, wenn da mal nicht gemoggelt wird.

  • Kompaktinfo
  • Viral Marketing: Wie Sie Mundpropaganda gezielt auslösen und Gewinn bringend nutzen

  • Autor: Sascha Langner
  • Ausgabe: 245 Seiten; Gebundene Ausgabe
  • Verlag: Gabler Verlag
  • ISBN-10: 383490595X
  • ISBN-13: 9783834905956
  • Durchschnittsbewertung: 4.0 4.0 von 5 Sternen 20 Review(s)
  • Fazit

    Mir hat das Buch weniger gefallen, aber über Geschmack lässt sich ja streiten. Das Buch gibt eine gute Übersicht über bestehende bzw. abgeschlossene Projekte im Bereich Viral Marketing.

  • Preis bei Amazon
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Lesenswert!

3 Reaktionen zum Beitrag " Virales Marketing "

Kommentare :
  1. Nils
    13:51 am 16. Juli, 2008

    Das hier ist ein gutes Beispiel für Virales Marketing: http://www.youtube.com/watch?v=Uj1Z29ddsiw

  2. schreibstift
    15:08 am 16. Juli, 2008

    Yep. Auch die K-Fee Spots.

    http://www.youtube.com/results?search_query=k-fee

    Leider habe ich meinen ersten damals ohne Ton gesehen. Also falls jemand die Spots noch nicht kennt: Ton an!

  3. frika
    16:33 am 20. September, 2008

    Interessant dazu:
    „Erst inspirieren, dann spielen“

    Frank Magdans 19.07.2008
    Die Macher des Internetpuzzles Aladygma über Indie-Games, Netzkunst und Virales Marketing

    http://www.heise.de/tp/r4/artikel/28/28298/1.html

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