Ein Tag im Zeichen von Flipper, ihr wisst schon, dem Freund aller Kinder. Wir sind aus Rotorua direkt nach Whakatane gefahren. Keine besonderen Aktivitäten auf dem Weg. Wir wollten Whakatane auch zügig erreichen, da dort um 13:30 Uhr eine "Swimming with Dolphins" Tour starten sollte. Als wir ankamen, haben wir uns in einem sogenannten i-site, der Touristeninformation Neuseelands, erstmal nach Unterkünften und den Touren erkundigt. Im Büro von "Swimming with Dolphins" stellte sich dann raus, dass die Touren je nach Nachfrage gestartet werden und gerade eine Tour losgehen sollte. Da es erst 12:00 Uhr war, hatten wir damit nicht gerechnet und musste nun in aller Eile frühstücken und die Badesachen packen.


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Mit einem Sandwich im Bauch quetschten wir uns in die Wetsuits, welche uns gegen Feuchtigkeit und Kälte schützen sollten. Haben die Dinger auch ganz prima gemacht. Man sieht gleich sportlicher aus, wenn man einen solchen Wetsuit anhat.

Unser Guide, ein Maori, stattete uns noch mit ein paar Flossen, Lifejaket, Brille und Schnorchel aus und es konnte losgehen auf Delphinjagd. Der Skipper erklärt noch ein paar Dinge zum Boot und dann wurden die Motoren angeschmissen. Ein Riesenspaß, mit der kleinen, aber PS-starken Kiste über die Wellen zu schießen. Und die Wellen im Südpazifik sind nicht Ohne. Einen von acht Passagieren erwischte die Seekrankheit. Die Betroffene saß hinter und nicht vor uns, zum Glück.Wie bei allen Touren gab es ab und zu einige Informationen zum Ort. Der Skipper und unser Guide suchten dann nach Flipper und unsere Gruppe half dabei, so gut es ging. Teilweise sind auf diesen Touren Delphingruppen mit über 300 Tieren zu bewundern – so viel Glück hatten wir aber leider nicht. Dennoch bekamen wir Flipper und ein paar seiner Kumpels zu Gesicht.

Pfeilschnell schossen sie am Boot vorbei oder begleiteten dieses eine Weile. Jeder kennt die Sprünge von Delphinen, aber es ist schon einzigartig, die Tiere mal live dabei zu beobachten. Die Kameraden lassen sich allerdings nur schwer fotografieren, denn sie sind wirklich blitzschnell. Wir haben auch einen Pinguin und eine neuseeländische Fellrobbe gesehen.Nun hieß die Tour ja aber nicht "Watching the Dolphins", sondern es ging auch um’s Schwimmen. Auf Kommando des Skippers setzen wir uns an den Rand des Boots und bei "Go, go, go" ging es ab ins kühle Blau des Ozeans. Beim ersten Schwimmdurchgang, ca. 10 km von der Küste entfernt, hatte man erstmal mit der Situation zu tun. Wenn man noch nie geschnorchelt hat, braucht es einen Moment, um sich überhaupt auf die Umgebung und nicht nur auf die richtige Athmung zu konzentrieren. Merke: Den Schnorchel nicht als Strohhalm benutzen, denn das Meer ist kein Blue Curacau Cocktail. Aber wenn man das erst einmal raus hat, lässt sich zunächst das klare, dunkelblaue, tiefe Wasser bewundern.Da die Delphine an diesem Tag, wie sich später herausstellte, wohl durch anwesende Haie (eine kleinere Sorte, nicht allzu gefährlich für Menschen) irritiert waren, bewegten sie sich sehr schnell und in verschiedene Richtungen, nicht gemeinsam in größeren Gruppen. Die Tieren tauchten auch viel in die Tiefe ab. Daher war es nicht leicht, beim Schnorcheln ein Tier in unmittelbarer Nähe zu haben. Aber ehrlich gesagt, das Schnorcheln bzw. Schwimmen allein war spannend genug.

Wir machten noch zwei weitere Durchgänge, aber das Verhalten der Delphine änderte sich nicht mehr und eine direkte Begegnung blieb aus. "Dolphins are dolphins", meinte unser Skipper, stimmt wohl. Daran konnte auch die eigentaritige Immitation von Delphingeräuschen der deutschen "Biologiestudentin" im Wasser nichts ändern. Damit war sie noch ein weiteres Highlight auf der Tour. Dennoch ein tolles Erlebnis. Allein die Bootsfahrt, recht rasant und wild, war super.

Nach gut 4,5 Stunden bei direkter Sonne waren wir dann auch recht geschafft, so dass wir erschöpft in die Betten fielen, nach einem entspannenden Bad in der großen Motel-Spa-Badewanne, die wir heute zur Verfügung hatten.

schreibstift

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