Esther Haase ist eine der bekanntesten Mode- und Society-Fotografinnen in Deutschland. Sie wurde 1966 in Bremen geboren und begann 1981 eine Karriere als Tänzerin. Sie studierte an der Staatlichen Akademie in Köln und arbeitete zwei Jahre als Tänzerin am Bremer Theater am Goetheplatz.

1993 begann Esther Haase das Studium der Fotografie an der Hochschule für Künste in Bremen. Schon ihre Eltern waren im Bereich Fotografie und Grafikdesign tätig gewesen, ihr Vater Fritz Haase als Professor für Kommunikationsdesign. Esther Haase etablierte sich schnell als selbständige Fotografin und war schon während ihres Studiums im Art-Departement der Zeitschrift „Men‘s Vogue“ tätig. Es folgten Aufträge in Paris und auf Kuba. Auf der Karibikinsel entstanden im Auftrag für den „Stern“ Aufnahmen, die den Weg in zahlreiche Magazine und Ausstellungen fanden. Haases Fotoserien aus Kuba und Argentinien wurden unter anderem 2005 und 2009 von der Galerie Camera Work in Berlin und Hamburg gezeigt.

Esther Haase: Esther's World - Partnerlink

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Zunehmend verlagerte Esther Haase ihr Werk auf die Society-Fotografie. Sie produzierte spektakuläre Bilderserien über TV-, Film- und Bühnenstars. Entsprechende Serien entstanden unter anderem über Iris Berben, Hannelore Elsner, Nena und Gudrun Landgrebe. Ebenso portraitierte Haase Vivienne Westwood, Katarina Witt, Anna Netrebko, Diane Kruger, Hildegard Knef und Angela Merkel. Vielfach ausgezeichnet wurden Esther Haases Fotografien für einen Kalender, der sich mit dem Thema Alter beschäftigt. Bei diesem Charity-Projekt agierten Bühnen- und Filmstars gemeinsam mit älteren Menschen. 2002 wurde die Arbeit vom Art Directors Club ausgezeichnet und 2008 wurden sie auf der Photokina präsentiert.

Regelmäßig ist Esther Haase für renommierte Modemagazine tätig. Unter anderem liefert sie Bilder für „Grazia“ und „Vanity Fair“ sowie für das französische Magazin „Madame Figaro“ und die deutsche „Elle„. Dabei sind Haases Arbeiten durch eine gelungene Mischung aus Erotik und Witz geprägt. Als Vorbilder kann Haase dabei auf Helmut Newton, Peter Lindbergh und Fellini verweisen. Esther Haase begleitete auch Filmproduktionen wie „We do it again“. Einige ihrer fotografischen Werke werden im Paula Modersohn-Becker Museum in Bremen ausgestellt.

Buch „Esther’s World“

Als eine der bedeutendsten deutschen Modefotografinnen zeigt Esther Haase jetzt in einem neuen Bildband eine vielseitige Auswahl aus ihrem Werk. Zu den wichtigsten Arbeiten der Fotografin zählen die Portraits berühmter Frauen. Sie wurden für den Bildband „Esther‘s World“ nun neu zusammengestellt.

Charakteristisch für die Fotografien ist die Leichtigkeit, mit der sie inszeniert werden. Das Spiel mit Farben, die lyrisch-zarten Konturen und die Bewegungsschärfen verleihen den Aufnahmen Natürlichkeit und lassen die Bilder Geschichten erzählen. So erinnern manche Bilderstrecken an Reportagefotos.

  • Kompaktinfo
  • Esther Haase: Esther’s World

  • Autor: Nadine Barth
  • Ausgabe: 176 Seiten; Gebundene Ausgabe
  • Verlag: Hatje Cantz Verlag
  • ISBN-10: 3775743545
  • ISBN-13: 9783775743549
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  • Fazit

    Haase gelingt es, die Models als starke und selbstbestimmte Persönlichkeiten abzulichten. Dabei kommt ihr die Erfahrung von Bühne und Tanz zugute. Die Szenerie ist perfekt choreographiert und ausgeleuchtet, ohne aufgesetzt und unnatürlich zu wirken. Mal wird mit kontrastreichem Schwarz-Weiß, mal mit Farbfilm gearbeitet. Bei den Aufnahmen fließen auch Elemente der Mode- und Werbefotografie gewinnbringend mit ein. Der Ideenreichtum und der souveräne Umgang mit der Kamera hat Esther Haase zu einer der erfolgreichsten Society-Fotografinnen werden lassen.

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Titelbild: Aminata & Sarah Leonie in my kitchen / Hamburg, 2016 / © Esther Haase

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