Iranische Kunst & Kultur aus der Frühzeit vor Christi Geburt in der Bundeskunsthalle Bonn

In der Zeit von Donnerstag, dem 13. April bis einschließlich Sonntag, den 20. August 2017 präsentiert die Bundeskunsthalle eine Ausstellung mit dem Thema „Iran – Frühe Kulturen zwischen Wasser und Wüste“. Zur selben Zeit, begleitend zu der Ausstellung und noch zwei Monate länger bis Mitte Oktober, lädt auf dem Museumsvorplatz „Der Persische Garten zum Verweilen und Genießen ein“. Der Besuch Persischer Gärten als solcher ist ein Erlebnis, zumal mehrere Gärten und Gartenanlagen zum UNESCO-Welterbe gehören.

Die Bundeskunsthalle, offiziell Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, gehört als moderne Ausstellungshalle zur Museumsmeile in der ehemaligen Bundeshauptstadt Bonn. Träger sind Bund und Länder gemeinsam. Eröffnet wurde die Bundeskunsthalle im Sommer 1992.

Der Iran ist mit seiner Kultur, seiner Geschichte und mit seinem Volk eines der besonders geheimnisvollen Länder. Die Besiedlung der heutigen Islamischen Republik Iran reicht zurück bis mehrere Jahrtausende vor Christi Geburt. Mit einer Fläche von rund 1,650 Mio. km² ist der Iran etwa viereinhalb Mal so groß wie Deutschland. Bei rund 76 Mio. Einwohnern ist die Bevölkerungsdichte in dieser Weite des Landes mit etwa 46 Menschen je km² denkbar niedrig. Mehr als ein Fünftel der gesamten Bevölkerung lebt in der Landeshauptstadt Teheran. Der Name Persien wird abgeleitet von Pars beziehungsweise Persis, eine Region und damaliges Kernland der Archämeniden als dem ersten persischen Großreich im 6. Jahrtausend vor Christi Geburt. Der Iran bietet eine insgesamt abwechslungsreiche bis wechselhafte Landschaft, vom Flachland bis hin zu hohen Gebirgen. Als ein Vielvölkerstaat hat das Land eine große, im Detail oftmals kaum überschaubare Vielfalt an Kultur und Sprache, aber auch an Tradition mit Architektur, Kunsthandwerk oder Poesie. Kurz gesagt: Der Iran bietet viel Unbekanntes und Geheimnisvolles, das zu erkunden so lohnens- wie erlebenswert ist.

Iran: Frühe Kulturen zwischen Wasser und Wüste - Partnerlink

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Mögich ist das mehrere Monate lang in der Bonner Bundeskunsthalle. Diese Ausstellung gibt einen lebhaften Einblick in die jahrtausendelange Entwicklung des Landes. Sie reicht vom ersten Sesshaftwerden der dortigen Bewohner bis hin zum Aufstieg des ersten Großreiches. Zahlreiche Kunstwerke sind dem Iranischen Nationalmuseum in Teheran entliehen. Originalobjekte, Exponate sowie Rekonstruktionen zeigen auf anschauliche Weise, wie die Menschen in vergangenen Jahrhunderten und Jahrtausenden in dem weiten, bergzerklüfteten und noch heute unwegsamen Land gelebt haben. Zu den Besonderheiten, die erstmals außerhalb des Iran zu besichtigen sind, gehören prunkvolle Kostbarkeiten aus dem Grab von zwei elamischen Prinzessinnen aus Jubaji, einer heutzutage kleinen Ortschaft im Südwesten des Landes. In den abgeschiedenen Gebirgsregionen werden die iranischen Kulturen bis in die heutige Zeit hinein bewahrt und gepflegt. Und das Motto des Persischen Gartens lautet gemäß dem persischen Sprichwort „Man muss nicht erst sterben, um ins Paradies zu gelangen, solange man einen Garten hat“.

  • Öffnungszeiten sind täglich außer montags ab 10.00 Uhr; Dienstag und Mittwoch bis 21.00 Uhr, an den anderen Tagen bis um 19.00 Uhr
  • Die reguläre Tageskarte kostet 12 Euro, das Happy Hour Ticket ab zwei Stunden vor Schließung 7 Euro
  • Im Eintrittspreis ist ein 90-minütiger Audioguide in den Sprachen Deutsch, Englisch oder Farsi enthalten
  • Die Anschrift für das Pkw-Navigationsgerät lautet: Museumsmeile Bundeskunsthalle Bonn, Friedrich-Ebert-Allee 4

Vom Hirmer Verlag gibt es jetzt ein fast 300 Seiten starkes Buch zur Ausstellung. Mehr als 500 Abbildungen zeigen Funde aus einer ganz besonderen Welt. Skulpturen, Gefäße. Landschaften und reichlich Informationen über das Hochland am persischen Golf. Es geht um die frühe Besiedlung und die ersten Städte, um den Aufstieg regionaler Mächte und die Kleinstaaten im Bergland.

veröffentlicht vonschreibstift